Am Mittwochabend waren wir zu der Veranstaltung Fachgespräch StartUps an der Universität Flensburg eingeladen. Der Grünen Politiker Rasmus Andresen suchte den Dialog mit StartUps und Wirtschaftsvertretern der Stadt, um Input und neue Ideen für die Politik zu sammeln. Neben der IHK Flensburg, der WiREG und Vertretern des Dr.-Werner-Jackstädt-Zentrums, kamen auch ca. 20 Gründer und Interessierte für die Veranstaltung zusammen.

Der Hochschulpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Rasmus Andresen, begann den Abend mit einer kurzen Vorstellungsrunde und sprach dann über den Standort Schleswig-Holstein, dem die Industrie fehle aber dadurch jede Menge Chancen und Herausforderungen eröffnet werden. Nach dem kurzen Beitrag von Andresen übernahm Kirsten Mikkelsen von der Universität Flensburg das Wort und stellte die StartUp Community am Campus Flensburg vor. Sie berichtete über die Gründungsunterstützung auf dem Campus in Flensburg und erklärte ausführlich die Angebote und Veranstaltungen des Jackstädt-Entrepreneurship-Center, der Venture Werft und des Women’s Entrepreneurship Mentoring Programm am Campus. All diese Angebote dienen den Studierenden Informationen, Qualifikationen und Unterstützung für die Selbstständigkeit zu erlangen.

Den anschließenden offenen Dialog startete Andresen mit der Frage “Was können wir aus Dänemark lernen?”. Hier kam vor allem das Thema der finanziellen Unterstützung auf. In Dänemark erhalten Universitätsabgänger, die gründen, ein Jahr lang Arbeitslosengeld vom Staat. Auch die Grundsicherung der dänischen Studenten, durch Förderungen wie SU während des Studiums, wurde angesprochen. Des weiteren könne man die Integration der Gründerszene in den Universitäten durch sogenannte “Idea Houses” von den Dänen lernen.

Der Dialog ging dann über zu dem Thema der Förderung und der Förderungsmöglichkeiten in Deutschland, die stark kritisiert wurden. Vor allem für alleinerziehende Mütter und Studenten ist es finanziell extrem schwierig ein Unternehmen zu gründen.

Ein weiterer Kritikpunkt an der Politik war, dass Schleswig-Holstein die Rollenbilder fehlen und StartUps oft nicht ernst genommen werden würden. Es sei wichtig, dass sich das Land klar positioniert, hinter den StartUps stünde und die Gründer*innen darin unterstützt neue Netzwerke zu schaffen.

Als letztes Thema wurde die Bildungspolitik Schleswig-Holsteins angeschnitten und es wurde diskutiert, was in den Schulen getan werden sollte, um Schüler bestmöglich auf die Selbstständigkeit und die Arbeitswelt vorzubereiten und dabei zu fördern. Hier wurde vor allem über Lehrerfortbildungen und Fablabs diskutiert.

Nach der Veranstaltung postete Rasmus Andresen folgendes Fazit auf Facebook:

Mehr Freiräume in unseren Schulen, Gründer*innenzentren an Hochschulen besser fördern & sozial-ökologische Ideen abseits von ökonomischen Gewinnen stärker unterstützen. Viele gute Ideen für ein kreatives Land & eine innovative Stadt Flensburg. Danke, für das Fachgespräch! Lasst uns gemeinsam neue Ideen stärker supporten.”

Auch wir bedanken uns für das spannende Fachgespräch!

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