Am 04. Februar fand der erste CampMontag des neuen Jahres statt. Zum 28. Mal wurde das Event bereits organisiert und fand dieses Mal im Technologiezentrum Flensburg statt. Jan-Hendrik von Mac IT-Solutions moderierte durch die Sessions und gestaltete den Abend sehr interaktiv. Gleich zu Beginn startete er den Abend mit einem kleinen Kennenlernspiel, bei dem es um Interessenvergleiche und Interaktion ging. Nach der Aufwärmrunde ging es dann zu den beiden Sessions über: 

Session 1: StartupSH Reise nach Estland

Daniel Möckel, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Dock1, berichtete von der Fahrt von StartupSH nach Tallinn und Tartu. Estland gilt als ein Vorzeigeland was Digitalisierung und Start-Ups betrifft. Während der Reise ging es vor allem darum Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Neues zu lernen. Daniel startete mit einem kurzen Faktenvergleich zwischen Deutschland und Estland. Estland ist insgesamt deutlich kleiner als Deutschland und weniger dicht besiedelt. Trotzdem gibt es pro 10.000 Einwohner rund 2000 Gründungen pro Jahre. In Deutschland, bzw. in Berlin, sind es im gleichen Zeitraum nur 238 Gründungen. 

Ein Grund dafür könnten die geringen Gründungsbarrieren und die gute Start-Up Unterstützungen, teilweise auch durch ausländische Investoren, sein. Die Gründung eines Start-Ups ist innerhalb von 18 Minuten sehr einfach 24 Stunden lang über eine Onlineregistrierung möglich. Nach der Registrierung dauert es ca. 3 Stunden bis die Genehmigung gegeben wird, als legales Unternehmen zu agieren. Möglich ist dies durch die e-residency und digitale ID-Card. Die Daten wie die Travel-ID, die Krankenkasseninformationen oder die digitale Unterschrift liegen dabei bei unterschiedlichen Behörden, Institutionen oder Unternehmen jeweils nur einmal. Das macht das System Angreifern gegenüber sicherer. Auch e-voting ist seit 2005 dadurch in Estland möglich.

Daniel erzählte von dem Besuch des E-Estonia Show Rooms, wo die “Datenautobahn” X-Road und das Unternehmen Cybernetica, welches das alles ins Lebens gerufen hat, vorgestellt. 

Er berichtete außerdem von dem sTARTUpday, bei dem die Gruppe in Tartu dabei sein konnte. Bei -17°C und jede Menge Schnee wurde durfte Sightseeing natürlich nicht fehlen und auch der Spaß kam nicht zu kurz: 

Die beste Idee war es, einen Schlitten zu kaufen 😉

Daniel Möckel 

Session 2: Do-It-Yourself Videos

Die zweite Session des 28. CampMontags hat Barbara Schüßler mitgebracht. Sie ist Geschäftsführerin der hamburger Filmproduktion Goldene Zeiten Entertainment. Sie stellte Techniken vor, die es jedem ermöglichen, kurze Videos selbst zu machen. 

Wichtigster Punkt hierbei ist, dass man weder Kamera noch viel Filmerfahrung braucht. Barbara betont, dass man weder medienaffin noch übermäßig kreativ sein muss, um gute Kurzfilme zu erstellen, die Aufmerksamkeit erwecken und Menschen ansprechen. Der Trick dabei sind Templates. Es gibt verschiedenste vorgefertigte Templates, die man auf seine Situation anpassen kann. 

Barbara zeigte an mehreren Beispielvideos, welche Ergebnisse mit nur wenigen Stunden Arbeit erzielt werden können. Die Programme nehmen einen an die Hand, führen durch Texterstellung und Hintergründe und stellen eine große Menge an rechtsfreiem Material und Clips zur Verfügung. Die Strukturen sind Marketing optimiert und insbesondere von Vorteil, wenn regelmäßig Videos erstellt und gepostet werden. 

Laut Barbara werden 75% aller Videoclips unterwegs mobil angeschaut. Daher ist es wichtig den Zuschauer ohne Ton und innerhalb der ersten paar Sekunden zu überzeugen. Richtige Vertonung lohnt sich ihrer Meinung nach auf der Website nicht aber in Social Media Kanälen. 

Früher galt: First start with the script. Heute muss man [in einem Video] in 6 Sekunden auf den Punkte kommen. 

Barbara Schüßler

Barbara stellt drei Tools für Do-It-Yourself (DIY) Videos  vor, die jeweils kostenpflichtig sind:

  • Magisto: Das Programm funktioniert durch machine learning und erstellt aus Filmmaterial automatisch selbst ein geschnittenes, mit passender Musik unterlegtes Video. 
  • Reevio: Das Tool bietet sich insbesondere für Promo Videos an.
  • Powtoon: Powtoon ist das umfangreichste Programm und bietet dem Nutzer sehr viele verschiedene Möglichkeiten und erfolgreiche Ergebnisse. 

Sessionbrainstroming 

Nach dem Motto “Neues Jahr-Neue Session” ging es nach den beiden Session ans Ideensammeln. Jan-Hendrik forderte zunächst alle auf, aufzuschreiben, welche Session für einen CampMontag interessant wäre. Danach sollte jede*r in sich gehen und überlegen, über welches Thema er/sie etwas erzählen könnte. Die Zettel wurden in “Biete” und “Suche” Kategorien unterteilt. Alle durften die Vorschläge markieren, die für sie am interessantesten waren, sodass folgendes Sessionranking entstand und damit schon Ideen für die nächsten CampMontage: 

Vielen Dank an das Technologiezentrum Flensburg und die Organisatoren des CampMontags.  Es hat wieder einmal viel Spaß gemacht. Der nächste CampMontag findet am 04.03.2019 im Dock1 unter dem Audimax statt.  Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr unter folgendem Link: https://campmontag-flensburg.de/ .

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