Barcamp IV: Es ist DIE Unkonferenz in Flensburg. Über zwei Tage wurde spannende Sessions vorgestellt, neue Ideen gesammelt und angestoßen, fleißig diskutiert und ohne Ende genetzwerkt.

Barcamp IV: Zukunftsmusik in Flensburg

Vor drei Jahren wurde das Barcamp in Flensburg zum Ersten Mal organisiert. Seitdem zieht es Jahr für Jahr immer mehr Aufmerksamkeit auf sich. 20 Minuten nachdem die Anmeldeplattform für das Barcamp IV freigeschaltet worden ist, waren bereits die Hälfte der Plätze ausgebucht. 

Dementsprechend gefüllt war das Technologiezentrums Flensburg am Freitag Morgen den 26. April beim Start des Barcamps. Da es beim Barcamp neben offenen Diskussionen und intensiven Wissensaustausch zu einem großen Teil auch ums Kennenlernen in einer entspannten Atmosphäre geht, gab es noch vor der Begrüßung zunächst einmal ein üppiges Frühstück für alle.

Danach hießen Dirk Wieland, Geschäftsführer von MAC IT-Solutions, und Michael Otten, Geschäftsführer des Technologiezentrums Flensburg, alle Anwesenden herzlich willkommen. Das Schöne an einem Barcamp ist, dass es keine durchdachte Tagesplanung braucht. Die Teilnehmer*innen selbst gestalten das Barcamp. So ging bei der Begrüßungsrede der Dank an die vielen Sponsoren aber auch an die Teilnehmer*innen:

“Der Dank geht an alle Aktive, ihr habt es (das Barcamp) selber attraktiv gemacht.”

Michael Otten
Begrüßung durch Daniel Günther, Dirk Wieland und Michael Otten

Auch der Ministerpräsident Daniel Günther war vor Ort. Entsprechend der familiären Atmosphäre des Barcamps, war seine Rede locker uns scherzend. Seine Message war:

“Flensburg entwickelt sich toll weiter. Wir haben den Norden im Blick, man kann sich auf uns verlassen.”

Daniel Günther

Begeistert von dem Spirit, der von dem Barcamp ausgeht, kündigte er wage ein eigenes Barcamp in der Staatskanzlei an. Für Ideen und Anregungen dazu, war das Barcamp IV die perfekte Veranstaltung.

Michael wies auch auf das große Twitter-Board hinter dem Empfang in der Eingangshalle des Technologiezentrums hin. Alle Posts mit #bcfl19 wurden hier während der beiden Tage augenblicklich ausgestrahlt. 

Twitter Board #bcfl19

Dann übernahm Phil von Sourceboat mit der Sessionplanung. Geplant – Ungeplant ist das Stichwort. 30 Sekunden hat jeder, der eine Session zu halten möchte, Zeit, diese vorzustellen. Die Teilnehmer*innen lassen per Handzeichen, dass sie an der Session interessiert sind, und eine Einordnung in das Sessionboard findet statt.

Hände hoch bei der Sessionvorstellung

34 Sessionplätze wurden in kürzester Zeit gefüllt. Sowohl Freitag, als auch Samstag standen den Teilnehmer*innen Schlange, um ihre Session vorzuschlagen. Die Sessionpläne mit allen Sessions, die abgehalten wurde, gibt es online auf der Seite des Barcamps: https://barcamp-flensburg.de/barcamp-iv/sessionplan/

Die Sessions selbst wurden dabei komplett unterschiedlich gestaltet. Einige Teilnehmer*innen brachten vorbereitete Präsentationen mit, andere zeigten kurze Filmausschnitte. Übungsmaterial kam bei der Kite- und bei der Ukulele-Session zum Einsatz. In der Session “I’ll share yours and you’ll share mine” wurden Geschichten genauso lange erzählt, wie ein Streichholz brannte. 

In jedem Fall hatte die Teilnehmer*innen bei den Sessions die Qual der Wahl. So manche/r stand vor dem Sessionboard und überlegte dreimal hin und her, für welchen Raum und welchen Input er oder sie sich entscheiden sollte. 

Sessionboard vom Freitag

Dabei nahmen die Teilnehmer*innen genauso viel mit wie die Vortragenden. Eine Session dauerte in der Regel nicht länger als 30 Minuten, bevor die restliche Zeit für den Austausch genutzt wurde. So saßen in der Session “Gehalt richtig Verhandeln” sowohl Arbeitnehmer*innen als auch Arbeitgeber*innen, was zu interessanten Diskussion führte.

Es gab Sessions zu den Themen Wiki Data, Passwort Manager und Cluster Content. AGBs wurden ebenso behandelt wie das Freie Sprechen. Wie immer unterhaltsam war es bei Alexander Rosenthal. In seiner Session “Perception vs. Mind” ging es um Wahrnehmung, den Menschen als “geiles Krokodil” und wie Marketeers unsere Gehirnfunktionen für  ihre Zwecke nutzen. Regeln des digitalen Nomadentums  wurden von Gunnar Plöhn in 10# zusammengefasst. #Tu es und genieße es, war dabei der Impuls. Da es bei dem Barcamp um Zukunftsorientierung ging, durfte auch ein Vortrag zu eSports nicht fehlen. Es wurden eSports als Breitensport diskutiert und Chancen aufgezeigt, wie lokale Unternehmen beispielsweise im Hinblick auf die Ausbildung von jungen Leuten von eSports profitieren können. 

Zwischen den Session gab es zur Stärkung ein kräftiges Mittagessen sowie herrliche Donuts als Nachtisch. Auch am Ende des Tages wurden alle Teilnehmer mit einem großen Grillbuffet versorgt. Bei leckerem Essen und verschiedensten Getränken wurden in alter Barcamp-Manier Kontakte geknüpft, diskutiert und gefeiert. 

Und obwohl es für einige am Freitagabend spät wurde, wurde auch am Samstag Morgen wieder voller Energie durchgestartet. Wieder gab es eine große Auswahl an verschiedensten Sessions. Die Teilnehmer*innen mussten sich an diesem Tag zwischen 24 verschiedenen Themen entscheiden. Auf großes Interesse traf die Session “Recycling Backstage”. Gunnar Kläschen erklärte aus der Inside Perspektive, wie Müll getrennt werden muss, sodass dieser recycelt werden kann. Er spricht damit ein Thema an, dass alle angeht und im Hinblick auf Ressourcennutzung und Nachhaltigkeit eine große Rolle in der Zukunft spielt. Zukunftsmusik also, die jede*r im Alltag umsetzten kann.

Recyling Backstage Sketch von Ania Groß

Am Ende der zwei Tage war das Feedback durchweg positiv. Die Organisatoren*innen haben sich wieder einmal selbst übertroffen. Mit dem Barcamp schaffen sie einen Ort, an dem eine entspannte Atmosphäre mit viel positiver Energie vereinigt wird. Dadurch ergibt sich die eigentliche Essenz des Barcamps: Die Kommunikation der Teilnehmer*innen untereinander. Das Barcamp gibt allen Raum für Ideen und durch das Netzwerk auch die Möglichkeit diese Ideen zu verbinden und Potenziale zu nutzten.

“Schön wars!” Barcamp Flensburg von @barcamprDE

Uns bleibt nur zu sagen: Vielen Dank an alle Organisatoren und Organisatorinnen und an alle Teilnehmer*innen. Es waren tolle zwei Tage. Wir sind jetzt schon gespannt auf das Barcamp V. Bis zum nächsten Jahr!

Vorfreude aufs #bcfl20

Wer mehr über das Barcamp IV im Allgemeinen erfahren möchte, dem empfehlen wir, in unsere Barcamp Podcast-Folge reinhören. Katja Carstensen und Dirk Wieland erzählten hier in Vorbereitung auf das Barcamp IV von der Idee und der Organisation des vierten Barcamps in Flensburg. 

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