Am 14. Mai fand die conVenture an der University of Southern Denmark in Sonderburg statt. Die nordic Start-Up convention lockt als deutsch-dänisches Netzwerkevent nun bereits zum fünften Mal zahlreiche Interessierte an. 

conVenture im Foyer des Alison Gebäudes

15:00 Uhr am Dienstag Nachmittag: Pünktlich und voll besetzt fährt der Shuttle-Bus vom gemeinsamen Campus der Europa-Universität Flensburg und der Hochschule Flensburg nach Alison, zur University of Southern Denmark (SDU) in Sonderburg. 

Organisiert ist die Fahrt von der VentureWærft. Es geht zur conVenture, der nordic Start-Up convention. Einmal pro Semester organisieren die verschiedenen Docks der VentureWærft dieses grenzübergreifende Netzwerkevent, welches die deutsch-dänische Partnerschaft und Zusammenarbeit in der regionalen Start-Up Szene stärkt.

Willkommen

“To me, VentureWærft is all about creating a vibrant startup environment.”

Michael Hamann

Mit diesen Worten begrüßt Michael Hamann, CEO von Sønderborg Vækstråd, die ca. 130 Teilnehmer*innen der conVenture. Er betont die Wichtigkeit von Netzwerken, gerade im Entrepreneur- und Start-Up Bereich.

“That’s what why are here today – to build networks.”

Michael Hamann

Er stellt die Agenda der Veranstaltung vor. Actual line-up // 14. May 2019, Alsion Sønderborg: 

  • 15:00 Free bus shuttle from Flensburg (Campus Mensa) to Alsion
  • 16:00 Arrival and registration // Start-Up Pier with coffee and cake
  • 16:30 Welcome @conVenture
  • 16:45 Start-Up Story: Allan Kazcmarek from Swipbox
  • 17:15 VenturePitch: Mini-version of Shark Tank
  • 17:45 Enterprise Workshops: Barcamp inspired
  • 18:45 Start-Up Pier // Networking, food and drinks
  • 20:30 Free bus shuttle from Alsion to Flensburg (Campus Mensa)

Horst-Günter Rubahn, Head of Mads Clausen Institute SDU, begrüßt ebenfalls alle Anwesenden, und spricht mit großer Begeisterung von dem Potenzial und den Vorteilen, die ein Leben in der deutsch-dänischen Grenzregion mit sich bringt. Es geht darum die Stärken der beiden Regionen miteinander zu verbinden, Entrepreneurs zu unterstützen und eine Zusammenarbeit zwischen Studenten und den örtlichen Unternehmen zu fördern. Dann lädt er alle Teilnehmer*innen ein:

“Go around the Alison building, have a look, feel inspired, come again!”

Horst-Günter Rubahn

Damit beginnt der offizielle Part der conVenture. 

Start-Up Story: Swipbox

Allan Kaczmarek erzählt von seinem Unternehmen Swipbox

Allan Kaczmarek, Gründer und CEO von Swipbox, eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen in Sonderburg, erzählt von seinen Erfahrungen und Erlebnissen. 15 Jahre war er alt, als er seine erste Firma gründete. Damals musste noch sein Vater stellvertretend für ihn unterschreiben. Der Kommentar seiner Mutter war: Get a hair cut and a real job. Aber zumindest aus dem zweiten wurde nichts. Allan war seitdem immer selbstständig und sagt von sich selbst, dass er nie einen richtigen Job hatte und sagt auch:

“You know what: You should do the same thing. Because it’s actually a lot of fun. You are actually being a part of your own plan.”

Allan Kaczmarek

Denn, so Allan, dass sei die größte Frage, die man sich stellen sollte: Will man Teil seines eigenen Plans oder des Plans eines anderen sein? Er selbst hat sich stets für seinen eigenen Plan entschieden. 2003 hat er ursprünglich mit der Gründung von Swipbox begonnen. 2012 hat Allan das alte Konzept über den Haufen geworfen und neu gestartet. Seitdem ging es mit Swipbox steil bergauf. In 60 Länder sind die blauen Boxen zu finden. 71 Mitarbeiter*innen arbeiten für das Unternehmen. Ein engagiertes Team, mit dem die Zusammenarbeit Spaß macht und gleichzeitig produktiv ist. Aber nicht alles, was Allan begann war auch erfolgreich. Auch er spricht davon, wie manche Dinge schief gehen und Projekte abgebrochen werden müssen. 

“The road is long and windy. It’s like standing at the edge of a cliff and looking down.”

Allan Kaczmarek 

Wenn man aber den Mut hat, trotz des Abgrunds den Schritt zu tun, sei es ein fantastisches Gefühl, so Allan. Mehrmals ruft er dazu auf, eher früher als später die eigenen Ideen umzusetzen und ein Unternehmen zu gründen. Folgende Tipps gibt es mit auf den Weg: 

  • Take a risk in a thought through way
  • Take away the noise and think 
  • It’s not hard to create capital for the company if the idea is good
  • It must be something you really like doing
  • Get other people to do the things you don’t like doing
  • It takes time
  • Bring your heart with you

Das Potenzial für Unternehmen, die noch gegründet werden müssen, ist riesig. Allan spricht die 17 Sustainable development goals (SDG) an und betont, wie wichtig es für jede*n einzelne*n sei, diese Ziele mit zu verfolgen.

 

“We need to save this planet. Sorry guys, we couldn’t do it. You have to do it.”

Allan Kaczmarek

Swipbox hat sich vier dieser Ziele gesetzt, die es verfolgen will unter anderem die CO2 Reduktion beim Transport. Dinge müssen verändert werden und stellt eine sehr gute Chance und Möglichkeit, ein Unternehmen zu gründen und eine tolle, nachhaltige und zukunftsorientierte Idee umzusetzen. Noch einmal forderte Allan alle Anwesenden auf, den Startknopf so früh wie möglich zu drücken und anzufangen, Dinge umzusetzen. 

Shark tank: adapto

Einer, der auf den Startknopf gedrückt hat, ist Chris Noesgaard, CEO und Mitgründer von adapto. Er stellte sich auf der conVenture dem Shark Tank. Adapto ist ein Tool für Führungspersonen und Teamleiter*innen. Es soll Leadership leicht und effektiv machen. Im September 2017 gab es den Proof of Concept, etwa ein Jahr später im Oktober 2018 wurde adapto dann schließlich gegründet. Seitdem wird es von ca. 140 Führungskräften genutzt. 

Chris Noesgaard stellt sein Unternehmen adapto vor

Während der Vorstellung führte Chris die Anwesenden durch die Zielgruppen- und die Marktanalyse. Bisherige Leadership Programme finden meist in Form von Kursen, teilweise auch online, statt und transferieren nicht in den normalen Arbeitsalltag. Adapto bietet ein digitales Personal Coaching, dass effektives Lernen in der Praxis möglich macht. 

Chris stelle konkrete Zahlen vor. Nannte die Preise und lobte sein erfahrenes und ambitioniertes Team. Zur Zeit besteht dieses aus drei Vollzeit und zwei Halbzeit-Mitarbeiter*innen. Für seinen sicheren Auftritt bekam er gutes Feedback. Die Jury fragte nach den Verkaufsanalysen und nach der Validierung. Wie wird sichergestellt, dass das Leadership-Training tatsächlich erfolgreich ist? Auch hierauf hat Chris solide Antworten parat. Er muss außerdem erklären, wofür genau er ein potentielles Investment verwenden würde. 

Entrepreneur Workshop

Session zum Thema Startups

Letzter offizieller Tagespunkt waren die interaktiven Workshops. Dabei drehte sich alles um Startups. Behandelt wurden die Themen: 

  • Investors
  • Student Startups
  • Team vs. one person Startups
  • Early stage funding
  • Women’s entrepreneurship
  • Made or born entrepreneurs
  • Startup ecosystems
  • Incubators and co-working facilities

In kleinen Gruppen wurde sich auf zwei bis drei Themengebiete fokussiert und über diese diskutiert. Aufgrund des unterschiedlichen Backgrounds und der gemischten Zusammenstellung aller Teilnehmer*innen fand ein spannender und informationsreicher  Austausch statt. 

Networking

Networking auf der conVenture

Das Finale war das Startup Pier im Foyer des Alison Gebäudes. Regionale Startups stellen sich und ihre Ideen hier vor. Bei Sandwichbuffet und Getränken fand das statt, was der Kern dieses Events ist: das Netzwerken. Neu gewonnene Eindrücke wurden diskutiert und es gab einen bunten Austausch zwischen deutschen und dänischen Student*innen, Gründer*innen, Gründungsinteressierten und -unterstützer*innen.

Die conVenture ist ein wichtiges Event für die deutsch-dänische Startup Community. Wiedereinmal hat es Spaß gemacht dabei zu sein. Vielen Dank für die Organisation durch die VentureWærft und die SDU. Wir freuen uns auch die nächste Veranstaltung über die Grenzen hinaus. 

Tschüss und bis zum nächsten Mal 
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